SPD will keine weiteren Windräder im Landkreis
Resolution für Gemeinde Loxstedt vorbereitet
Loxstedt (br). Windkraft, Windkraft, Windkraft - auch während der jüngsten Sitzung der SPD-Fraktion im Loxstedter Gemeinderat war diese Form der Energiegewinnung ein Thema. Diskutiert wurde die Ausweitung der Standorte für Windenergieanlagen.
In diesem Zusammenhang erläuterte der Kreistagsabgeordnete Ullrich Köster den Fraktionsmitgliedern die im Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises festgelegten Rahmenbedingungen. Demnach sollen Windparks im Landkreis einen Abstand von fünf Kilometern zueinander haben. Die Höhe der Anlagen ist auf 100 Meter begrenzt, der Abstand zu Wohnsiedlungen muss 1000 Meter betragen.
„Die im Raumordnungsprogramm des Landes für den Landkreis geforderte Leistung von 320 Megawatt für alle Windenergieanlagen zusammen, ist mit der derzeit installierten Gesamtleistung von 360 Megawatt übererfüllt", betonte der Kreistagsabgeordnete.
Laut Köster arbeitet die Kreisverwaltung derzeit an einer Vorlage, nach der im Landkreis mehr Windanlagen errichtet werden sollen. Das würde auch in Loxstedt dazu führen, dass weitere Windräder errichtet werden könnten.
In der Diskussion waren sich die Fraktionsmitglieder einig, dass Loxstedt ausreichend mit Windenergieanlagen bestückt ist. Bevölkerung und Landschaft sollen nicht weiter belastet werden.
Gegen eine Erweiterung
„Die SPD-Fraktion erwartet vom Kreistag, dass dieser sich gegen eine Erweiterung der Windkraftstandorte ausspricht", machte der Loxstedter SPD-Fraktionschef Wolfgang Wetjen deutlich. Um die Position in der Gemeinde Loxstedt zu unterstreichen, wurde auf seinen Vorschlag hin beschlossen, für die nächste Sitzung des Gemeinderates folgende Resolution einzubringen: „Die Gemeinde Loxstedt fordert den Kreistag auf, die derzeit bestehenden Festsetzungen zu den Windkraftstandorten im Regionalen Raumordnungsprogramm nicht zu ändern."
Mein erster Gedanke dazu war, bringen diese Anlagen denn kein Geld in die Gemeindekasse? Sind Windräder nicht wie Ölquellen nur viel sauberer? Ich persönlich habe auch lieber 10.000 Windräder, mit einem gewissen Abstand, um mir als ein Atomkraftwerk! Wir müssen als Stromverbraucher solche Strom produzierende Anlagen akzeptieren.
Ich gehe auf den gleichen Artikel auch noch mal im Bezug zu Mobilfunkmasten ein. (In Arbeit)
Und es sollte so kommen wie ich es dachte:
Artikel Nordsee-Zeitung vom 29.11.2008
Windkraft-Gemeinden bekommen mehr Geld
Bundestag ändert Gesetz - Gewerbesteuer bleibt künftig am Standort
Berlin/Bremerhaven/Stade (rn, wil). Windenergie zahlt sich für die Menschen im Norden künftig auch in barer Münze aus. Das neue Jahressteuergesetz sorgt dafür, dass ein Großteil der Einnahmen, die mit Windkrafträdern gemacht werden, auch dort versteuert werden, wo die Windräder stehen.
„Das ist eine gute Nachricht für alle Gemeinden im Elbe-Weser-Dreieck, in denen Windkraftanlagen stehen", bewertete die Stader Bundestagsabgeordnete Martina Krogmann (CDU) das vom Bundestag verabschiedete Jahressteuergesetz. Künftig werden die Gemeinden und deren Einwohner nicht nur unter den Lasten der Windkraft leiden, sondern können auch von den Gewinnen profitieren.
Viele Windparks wurden in der Vergangenheit hier im Norden von Unternehmen gebaut und betrieben, die ihren Sitz in fernen Großstädten wie München oder Köln haben. Der Strom und die Gewinne wurden im Norden erzeugt, die Gewerbesteuer hingegen floss in die Kassen der fernen Großstädte. Die Gemeinden im Norden hingegen bauten auf eigene Kosten Straßen, um die Windparks zu erschließen, und die Besitzer von Grundstücken in der Nähe von Windparks mussten den Wertverlust ihrer Immobilien hinnehmen.
Dies wird sich ab dem kommenden Jahr ändern. So erhalten die Windpark-Gemeinden künftig 70 Prozent der anfallenden Gewerbesteuer, die Firmensitz-Gemeinden nur noch 30 Prozent. „Es war auf keinen Fall weiter tragbar, dass die Gemeinden, deren Bürger die Anlagen vor der Nase haben, finanziell nicht davon profitieren. Nun bekommen die Standortgemeinden ein großes Stück vom Kuchen Gewerbesteuer", so Krogmann, die als Abgeordnete des Wahlkreises Cuxhaven/Stade im Bundestag sitzt.
IM BLICKPUNKT
Windräder bringen Millionen an Steuern
Die Windkraft ist schon lange nicht mehr die ökologisch verbrämte Welt der Gutmenschen. Längst ist daraus ein knallhartes Geschäft geworden - auch für die Gemeinden, die Flächen für Windparks ausweisen. Laut einer Prognos-Studie erbringt jedes Megawatt installierte Windenergie-Leistung in seiner 20-jährigen Laufzeit mehr als 100.000 Euro an Gewerbesteuer-Zahlung. Die jährlichen Höchsterträge können bei bis zu 13 000 Euro pro Megawatt liegen. Allein im Landkreis Cuxhaven gibt es derzeit 30 Windparks im Kreis mit einer Leistung von rund 450 Megawatt. Bundesweit waren Ende 2007 fast 20000 Windkrafträder installiert. Mit 22,3 Gigawatt installierter Leistung liegt Deutschland weltweit vorn. Windkraftregion Nummer 1 in Deutschland ist Niedersachsen vor Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Glückwunsch SPD *aufdieSchulterklopf* das habt Ihr wieder gut bedacht Eure Entscheidung gegen weitere Windkrafträder. Jetzt bin ich ja gespannt ob Ihr Eure Meinung wieder ändert?
